Unter der Regie von Dressur-Ausbilder Johan Zagers haben zahlreiche Pferde und Reiter den Sprung auf -S- und Grand Prix Niveau geschafft. Ein ganz besonderer Erfolg gelang dem gebürtigen Belgier mit dem Start des ersten brasilianischen Dressurteams auf den Olympischen Spielen in Hong Kong 2008! Alle drei Reiter, Luiza Almeida, Leandro da Silva und Rogerio Clementino werden von ihm seit 4 Jahren regelmäßig in ihrem Heimatland trainiert und verbrachten jeweils intensive Trainingsaufenthalte in seinem Dressurstall. Alle drei mit Lusitanos beritten, kann der Erfolg umso höher eingeschätzt werden, da Luiza zudem mit 17 Jahren die jüngste Dressur-Olympionikin aller Zeiten war.
Solch ein Erfolg kommt jedoch nicht von allein, Grundlage ist die Ausarbeitung eines vielfältigen und strukturellen Konzepts.
Die
Ausbildung von Pferden ist ein nie enden wollender Prozess von Lehren
und Lernen. Man ist in einem ständigen Dialog mit den eigenen
Erfahrungen, den Erfahrungen von anderen und den jeweiligen Pferden.
Die eigene
Weiterbildung ist also nicht nur Pflicht, es ist vielmehr noch
das Privileg eines sich selbst respektierenden Ausbilders.
Ein
mehrwöchiger Aufenthalt in Wien, ergänzt durch weitere Lehrgänge bei Arthur Kottas-Heldenberg, damals
noch erster Oberbereiter an der Spanischen Hofreitschule, Kontaktpflege
zu Lehrmeister Jan Nivelle oder Reitmeister Jan Bemelmans, Lehrgänge am
DOKR in Warendorf, Lehrgänge mit Richard
Hinrichs, intensive und kritische Auseinandersetzungen mit Meistermacher, Philosoph und Freund erster Garde Raymond
Withages, der Austausch mit Fritz Krümmel, Ausbilder am "Zentrum für
Reitkultur" auf dem Lengelshof in Ratingen, ein ständiges sich selbst
überprüfen, begleiten und kontrollieren lassen von seinerzeit H.P. Schmitz und zur Zeit von
Dr. Volker Moritz, gaben und geben dem Ausbilder und Reiter Zagers den
nötigen Ansporn.
Hinzu kommt im Zusammenhang mit der Trainingslehre
bei Pferden noch die zweijährige Zusammenarbeit mit Matthias Boyer und
Karsten Lütteken, Dozenten der Sporthochschule Köln sowie die
Zusammenarbeit mit Dr. Lothar Linz als Sportpsychologe und dem
Sporttherapiezentrum Restle (Therapeut der U21 Fußballnationalmannschaft
und von Fortuna Düsseldorf) in Sachen Fitness für die Reiter.
All diese Faktoren sorgen für vielfältigen
Input in das Training von Pferd und Reiter und das nicht nur als einzelne Athleten sondern mehr noch im Zusammenwirken.
Im Laufe der Jahre waren es mehr als 17 Pferde, die im
Dressurstall Zagers bis hin zur Grand-Prix Reife ausgebildet wurden.
Eines der bekanntesten von Zagers ausgebildeten
Pferde ist sicherlich der international unter Ann-Kathrin Linssenhoff
erfolgreiche Rubinstein-Sohn "Renoir Unicef". Gemeinsam mit Matthias
Vatter reifte der Dunkelfuchs bei Johan Zagers zu einem Ausnahmepferd, dass
seine Karriere auf der Weltmeisterschaft 2002 mit Mannschaftsgold krönte und
nach einer hoch erfolgreichen Sportlaufbahn nun im verdienten Ruhestand lebt.
Weitere Pferde auf internationalem Parkett waren
die beiden belgischen Hengste Mio d`Baugy - später Rheinischer Meister mit
Andrea Landy-Silling - und Mister Saygon - belgischer Meister und Teilnehmer
der Europameisterschaft 2003 sowie der Holsteiner Lysander.
Aktuell sind es 2 Pferde, die hohe
Erwartungen wecken:
zum einen ist es der 12jährige Wallach Question de
Liberté, ein Sohn von Quidam de Revel,
zum anderen ist es der ebenfalls 12 jährige Wallach
Rolls Roys von Rubinstein.
Question ist im Besitz von Tategoi horses bvba,
Belgien, Rolls Roys gehört Jef van Looveren, Belgien.